Augenlaser Operation im Ausland wirklich so Kosten günstiger?

Zunehmend mehr Menschen möchten sich ihre Fehlsichtigkeit operativ korrigieren lassen. Meist ist das Mittel der Wahl die sogenannte LASIK-Operation (LASIK steht für Laser in Situ Keratomileusis). Das LASIK-Verfahren wird zur Refraktiven Chirurgie gezählt. Neben der LASIK werden z.B. auch noch die LASEK (Laser Epithelial Keratomileusis), EPILASIK (Epitheliale in Situ Keratomileusis) und die PRK (Photorefraktive Keratektomie) zur Refraktiven Chirurgie gezählt.

    • Für viele Patienten ist die LASIK so interessant, weil diese eine sehr hohe Erfolgsquote (um die 90%) aufweist und deshalb auch sehr gute Ergebnisse liefert. Was aber viele Patienten abschreckt, ist der hohe Preis für eine solche Augenlaser-Operation. So kostet eine LASIK um die 3.000 Euro bis 5.000 Euro. Für viele Interessenten liegt es daher nahe, in europäische Nachbarländer zu reisen, um sich dort die Augen lasern zu lassen. So machen Augenärzte und Kliniken aus Polen, der Türkei, Tschechien oder der Slowakei den Interessenten Angebote, die teilweise sogar unter 1.000 Euro liegen. Preislich gesehen sind diese Angebote zwar sehr interessant, man sollte aber auch bedenken, dass solche Angebote Nachteile haben können: Patienten, welche sich im Ausland operieren haben lassen, berichten immer wieder von post-operativen Beschwerden. Oftmals kann man diese Beschwerden durch eine weitere Operation beheben, wenn man das aber nach der Rückkehr in Deutschland machen lässt, kann man diese Behandlung nicht als Garantieleistung geltend machen. Für die Geltendmachung der Nachbehandlung als Garantieleistung , muss man nämlich in das Land zurückreisen und zu dem Arzt gehen, bei dem man sich die Augen hat lasern lassen.
    • Es lassen sich nur schwer Informationen darüber recherchieren, ob ein Arzt mehr oder weniger zu empfehlen ist.
    • Unter Umständen kann es Verständigungsschwierigkeiten geben. Meist sprechen ausländische Augenärzte, welche deutsche Patienten operieren auch Deutsch. Problematisch kann nur sein, wenn der Arzt nicht gut genug Deutsch spricht, um den Patienten ordentlich zu beraten und diesen auch über die Risiken aufzuklären.
    • Ein vierter Punkt sind die Reisekosten. Denn man muss auch die Kosten für die Anreise und die Übernachtungsmöglichkeiten sowie für die Verpflegung einkalkulieren. Unter Umständen bleibt gar nicht mehr so viel von der ursprünglichen Ersparnis übrig, wenn man diese ganzen Kosten hinzurechnet.

    So verlockend solche günstigen Angebote auch sein mögen, sie bergen eben auch Nachteile und man sollte seine Gesundheit nicht für ein solches vermeintliches Schnäppchen aufs Spiel setzen.

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